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Aktivitäten auf einen Blick


02.-05.06.2011 Besuch unserer Kooperations – Selbsthilfegruppe aus dem DDB Bezirk Westharz

12.-14.03.2011 Guter Besuch am Messestand der INSULINER im Gesundheitszelt

27.05.2010 Diabetes und Depressionen

14.03.2010 Guter Besuch am Messestand der INSULINER im Gesundheitszelt

15.01.2010 Die Diabetes-Lotsen sind einsatzbereit

29.11.2009 Letzte Station der diabetestour im Jahr 2009: Hannover

10.11.2008 Ein Leben mit Blutzuckerkontrolle und Insulin-Pumpe

21.10.2008 Danke Hertie-Stiftung und AOK

 

Besuch unserer Kooperations – Selbsthilfegruppe aus dem DDB Bezirk Westharz


Umfangreicher Erfahrungsaustausch mit Fortbildungsprogramm in Stade vom 2. bis 5. Juni 2011


Am Himmelfahrtstag trafen vier Diabetes-Lotsen aus dem Raum Goslar / Bad Harzburg in Stade ein, die wir vom 14. bis 17. Oktober 2010 im Westharz besucht hatten.

Wir begrüßten sie mit Selbstgebackenem und Selbstgegrilltem in den Häusern von Rönn und Albrecht.

Der Freitag war der praktischen Fortbildung gewidmet:

Sirkka-Tribbe,-Dipl.-Oecotrophologin_web


Unter Anleitung der erfahrenen Diplom - Ökotrophologin Sirkka Tribbe bereiteten wir in deren Versuchsküche ein schmackhaftes sechsgängiges diabetes-gerechtes Menü mit Zutaten der Saison, das wir anschließend in ihrem Garten unter Obstbäumen mit Genuss verzehrten.






Am Nachmittag führte uns die Podologin Magdalena Olland in die Fußpflege für Diabetiker ein mit einer anschließenden intensiven Fußgymnastik.


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Am Abend führte uns der bekannte „Herzapfel“-Obstbauer Hein Lühs durch seinen Obsthof in Jork und führte uns in den Obstbau im Alten Land und die Bedeutung frischen Obstes für die Diabetes-Ernährung ein.

Herzlichen Dank Frau Tribbe, Frau Olland und Herr Lühs!




Cosmae Stade, Diabetiker-Stade.de



Am Samstag haben wir dann die kulturellen und touristischen Besonderheit der Region für Erkenntnisse für die diabetische Lebensführung genutzt: Eine Orgelmatinee auf der berühmten Arp-Schnittger-Orgel in St. Cosmae zeigte uns, wie die Vertiefung in geistige Musik helfen kann, Alltagsstress abzubauen.











Tidenkieker, Diabetiker-Stade.de


Auf einem Ausflug mit dem „Tidenkieker“ über Schwinge und Elbe nach Pagensand konnten wir bei strahlendem Sonnenschein verschiedene Wassersportler beobachten und den Nutzen – aber auch die Gefahren -  der einzelnen Wassersportarten für den Diabetiker gegeneinander abwägen.






Guter Besuch am Messestand der INSULINER im Gesundheitszelt


Erfolgreiche Präsentation auf der Messe Stade aktuell vom 12.-14.3.2010


Drei Tage lang haben drei insulinpflichtige Diabetiker unserer Selbsthilfegruppe, darunter  eine Insulinpumpen-Trägerin und ein Diabetes-Lotse DDB,  zahlreiche interessierte Besucher über den Diabetes mellitus und mögliche Folgeerkrankungen unterrichtet. Sie konnten unseren Flyer durchblättern, unser aktuelles Jahresprogramm studieren und Informationsblätter des DDB in deutscher und türkischer Sprache studieren.

Viele nicht oder noch nicht Erkrankte haben den vom Deutsche Diabetiker Bund erstellten Diabetes-Risiko-Test ausgefüllt, damit sie anhand der erreichten Punktzahl die Gefahr abschätzen konnten, zuckerkrank zu werden.

Im Mittelpunkt des Interesses stand eine Messung des aktuellen Zuckergehalts im Blut, den die Gäste selbst unter fachlicher Anleitung durchführen oder auf Wunsch durchführen lassen konnten.
Dafür hatte uns durch Vermittlung des Inhabers der Stader Löwen-Apotheke, Dr. Peter Dobberkau, die Firma B. Braun, Melsungen einfach zu handhabende wertvolle Blutzuckermessgeräte, Einwegstechhilfen, Mess-Sensoren und Hygienematerial zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!
Die weitaus meisten Proben ergaben normale Blutzuckerwerte. Bei erhöhten Werten haben wir einen weitergehenden Test beim Hausarzt empfohlen. Bei wenigen sehr hohen Werten haben wir dazu geraten, den Hausarzt um Überweisung in eine der drei diabetologischen Schwerpunktpraxen im Kreis Stade zu bitten.
Dem Besucher mit dem höchsten gemessenen Blutzuckergehalt haben wir nach der Messe ein Blutzucker-Messgerät mit Stechhilfe und einigen Teststreifen geschenkt.

Wir haben dem Landkreis angeboten, Zuckerkranke aus  anderen Herkunftsländern bei der Bewältigung ihres Alltags zu beraten, unsere Treffabende zu besuchen und als insulinpfllichtige Diabetiker bei uns mit zu machen, von unseren Erfahrungen und dem Wissen unserer Referenten zu profitieren und uns ihre eigenen Erfahrungen weiter zu geben.
 

Diabetes und Depressionen


Psychodiabetologin Susan Clever

Während in der deutschen Gesamtbevölkerung fünf bis zehn Prozent gelegentlich oder dauerhaft zu Depressionen neigen, sind es unter den Diabetikern über zwanzig Prozent. Um diesem Phänomen nachzugehen,  hatten “die Insuliner” -  die Stader Selbsthilfegruppe insulinpflichtiger Diabetiker - am 6. Mai die Psychodiabetologin Susan Clever zu Gast.

Unter dem Titel “Wenn die Seele Trauer trägt” zeigte sie zunächst die möglichen Ursachen auf:


        Psychodiabetologin Susan Clever


•   Probleme in der Krankheitsbewältigung
    “Warum hat es gerade mich getroffen?”

•   Therapieakzeptanzprobleme
    Unlust, Wut, nachlassende Motivation bis zu Schuldgefühlen und Burnout
    “Ich mache doch alles richtig, trotzdem habe ich einen so hohen durchschnittlichen Blutzuckerwert HbA1c”

•   Angst vor Folgeerkrankungen
    Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt, Nierenversagen, Neuropathie bis zu Verlusten von Gliedmaßen oder des Augenlichts

•   Angst vor Unterzuckerungen
    mit Schwindelgefühlen bis zur Bewusstlosigkeit
    “Ich erkenne immer später, dass mir eine Unterzuckerung droht”  

•   Spritzenangst
    bis zur Spritzenphobie

•   Essstörungen
    als Ursache aber auch als Folge seelischer Belastungen und hoher Insulindosierung
    “Ich esse immer weniger und werde immer dicker”



Beim Übergang zu den möglichen Therapien riet Frau Clever zunächst mal, Verzagtheit und Schuldgefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen mit einer überraschenden Aufforderung, die allen Anweisungen von Hausärzten und Diabetologen zu widersprechen schien:
“Finden Sie den richtigen Mittelweg zwischen den medizinischen Anforderungen Ihrer Krankheit und Ihrem persönlichen Wohlfühlfaktor”
und später: “Vertrauen Sie sich nur dem Arzt an, der Sie als Partner auf gleicher Augenhöhe und nicht wie einen Schuljungen behandelt!”

Wer präzise wie ein Finanzbeamter lebe und arbeite und sich dabei wohlfühle, solle weiterhin einen HbA1c von sechs anstreben. Aber wer damit Schwierigkeiten habe oder gar darüber verzweifle, der solle sich auch mit einem höheren Wert (z.B. 7,3) zufrieden geben.
Gegen Niedergeschlagenheit helfe auch regelmäßiger angemessener Sport -  z.B. in der Stader Diabetiker-Sportgruppe (04774 1272 elviradammann@gmx.de), für die die jeweilige Krankenkasse in der Regel die Kosten übernimmt.
Selbst helfen könne man sich auch, wenn man sich täglich ein kleines Erfolgserlebnis verschaffe (z.B. eine Schublade aufräume) und eine kleine Belohnung gönne (z.B. einen Spaziergang oder auch mal ein Stück Kuchen).

Bei anhaltenden tiefen Depressionen, solle man so früh wie möglich fachliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bei endogenen (z.B. stoffwechselbedingten) Depressionen seien häufig Medikamente ausreichend, bei exogenen Depressionen
seien die von außen kommenden Einflüsse und Stolpersteine überwiegend im Gespräch zu finden und aus dem Weg zu räumen. Deshalb rät Frau Clever Diabetikern auch eher dazu, den Rat von Psychologen als den von Psychiatern einzuholen.
Wer mehr erfahren möchte, kann Diplom Psychologin Susan Clever über die Diabetesakademie Hamburg oder über www.diabetespraxisblankenese.de
040 88941794 erreichen.

Guter Besuch am Messestand der INSULINER im Gesundheitszelt


Erfolgreiche Präsentation auf der Messe Stade aktuell vom 12.-14.3.2010


Drei Tage lang haben zehn insulinpflichtige Diabetiker unserer Selbsthilfegruppe, darunter auch eine Insulinpumpen-Trägerin und ein Diabetes-Lotse DDB, abwechselnd zahlreiche interessierte Besucher über den Diabetes mellitus und mögliche Folgeerkrankungen unterrichtet. Sie konnten an einem PC unsere Website durchblättern, unser aktuelles Jahresprogramm studieren und an einem Wissensspiel teilnehmen.
Viele nicht oder noch nicht Erkrankte haben den vom Deutsche Diabetiker Bund erstellten Diabetes-Risiko-Test ausgefüllt, damit sie anhand der erreichten Punktzahl die Gefahr abschätzen konnten, zuckerkrank zu werden.
Im Mittelpunkt des Interesses stand eine Messung des aktuellen Zuckergehalts im Blut, den die Gäste selbst unter fachlicher Anleitung durchführen oder auf Wunsch durchführen lassen konnten. Die weitaus meisten Proben ergaben normale Blutzuckerwerte. Bei erhöhten Werten haben wir einen weitergehenden Test beim Hausarzt empfohlen.
Bei wenigen sehr hohen Werten haben wir dazu geraten, den Hausarzt um Überweisung in eine der drei diabetologischen Schwerpunktpraxen im Kreis Stade zu bitten. Dem Besucher mit dem höchsten gemessenen Blutzuckergehalt haben wir nach der Messe ein Blutzucker-Messgerät mit Stechhilfe und einigen Teststreifen geschenkt.
Eine Diabetikerin, die ihren Messwert recht genau voraus geschätzt hat, begleitet uns im Herbst auf einer Therapiereise mit Erfahrungsaustausch und Besuch des Diabeteszentrums Bad Lauterberg in den Harz.
Am Messe-Samstag  hat uns auf Veranlassung des Gesundheitsamts beim Landkreis Stade Frau Nesime Can bei unserer Arbeit geholfen, für türkische Besucher übersetzt und Aufklärungs-Broschüren in deren Sprache verteilt.
Am Sonntag hat Frau Tatjana Kreidt diese Aufgabe für Besucher, die aus Russland oder der Ukraine stammen, übernommen. Wir haben den Landkreis und die beiden Migrantinnen angeboten, Zuckerkranke aus ihren und anderen Herkunftsländern bei der Bewältigung ihres Alltags zu beraten, unsere Treffabende zu besuchen und als insulinpfloichtige Diabetiker bei uns mit zu machen, von unseren Erfahrungen und dem Wissen unserer Referenten zu profitieren und uns ihre eigenen Erfahrungen weiter zu geben.







 

Stade Messe


Stade Messe


Stade Messe

Die Diabetes-Lotsen sind einsatzbereit


von Sabine Bissinger im Stader und Buxtehuder Tageblatt vom 15.1.2010


Sie bauen eine Brücke zwischen ärztlicher Therapie und Alltagsbewältigung für Zuckerkranke

Sabine Dill und Gerhard Braun unterstützen Menschen mit Diabetes. Foto BissingerLANDKREIS. In eine neue Form der ehrenamtlichen sozialen Arbeit sind Gerhard Braun (68) aus Stade und Sabine Dill (43) aus Buxtehude eingestiegen: Sie wollen als ausgebildete Diabetes-Lotsen Menschen mit Diabetes - sowohl mit Typ 1 als auch Typ 2 - helfen, ihre Krankheit und ihren Alltag besser zu bewältigen.

Dill und Braun sind selbst Diabetiker. Das gehöre zum Konzept der Lotsentätigkeit. "Als Betroffene haben wir einen anderen Blick auf die Krankheit", sagen Sabine Dill und Gerhard Braun. Durch die Eigenerfahrung seien Betroffene besonders geeignet, Wissen weiterzugeben und andere Erkrankte zu befähigen, ihren Lebensstil an die Krankheit anzupassen. Denn insbesondere durch gesunde Lebensweise mit richtiger Ernährung und viel Bewegung könne das Risiko von Folgekrankheiten gemindert, die Lebensqualität gesteigert und die Lebenserwartung erhöht werden. Dabei ersetzten die Diabetes-Lotsen aber nicht andere professionelle Diabetes-Experten.

Zu ihren Aufgaben zählen die Lotsen, Betroffene über die auf ihre Krankheit spezialisierten Einrichtungen in der Region (Beratungen, Spezialpraxen, -kliniken) zu informieren. Sie wirken auch als Berater bei sozialmedizinischen, psychosozialen und rechtlichen Alltagsproblemen.
"Diabetes ist nicht nur ein körperliches, sondern auch ein massives mentales Problem", weiß Sabine Dill. "Insbesondere junge Diabetiker wollen wir mal vom Sofa runterholen und dazu bringen, aktiv zu werden." Häufig täten sich Betroffene schwer damit, sich mit der Krankheit zu identifizieren. Das aber sei eine wichtige Voraussetzung, um den Diabetes in den Griff zu bekommen.

Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit sind Sabine Dill und Gerhard Braun nicht nur mit ihrer eigenen Erfahrung gerüstet: In der Akademie des Deutschen Diabetiker Bundes in Kassel haben sie sich ausbilden lassen. Sie sind die ersten Diabetiker-Lotsen im Kreis Stade.



Sabine Dill und Gerhard Braun unterstützen Menschen mit Diabetes. Foto Bissinger


Wer ihre Hilfe in Anspruch nehmen möchte, wende sich an
Gerhard Braun in Stade, 0 41 41/ 4 40 36; info@diabetiker-stade.de
Sabine Dill in Buxtehude, 0 41 61/ 59 77 47; diabetes-lotse@web.de
Es gibt auch drei Diabetiker- Selbsthilfegruppen:
Stade:
"Die Insuliner". Treffen: jeden ersten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr im "Treffpunkt", Wilhelm-Sietas-Straße 12.
Buxtehude:

Diabetikertreffen (Typ 1 und Typ 2) einmal im Quartal; 19.30 Uhr, Begegnungsstätte Hoheluft, Stader Straße.
"Typ 1-Diabetiker-Selbsthilfegruppe". Treffen: ab 10. Februar jeden zweiten Mittwoch im Monat ab 19.30 Uhr in der Wachtelburg im Restaurant "Der Grieche", Apensener Straße 106. (sbi)



Diabetes Typ 1 und 2
Diabetes mellitus oder Zuckerkrankheit ist eine chronische Stoffwechselstörung, die sich in einem zu hohen Zuckerspiegel im Blut äußert. Ursachenabhängig wird Diabetes in unterschiedliche Typen unterteilt, die häufigsten sind Typ 1 und Typ 2. Typ 1 ist in der Regel eine Autoimmunerkrankung, die sich meistens schon in jungen Jahren zeigt. Zellen der Bauchspeicheldrüse produzieren kein Insulin, Betroffene müssen es regelmäßig spritzen. Typ 2 - früher auch Altersdiabetes genannt - betrifft heute auch schon junge Menschen. Bei Typ-2-Patienten schüttet die Bauchspeicheldrüse meistens genügend Insulin aus, aber die aufnehmenden Zellen reagieren unempfindlich. Zu Beginn der Erkrankung können Betroffene mit Bewegung, ausgewogener Ernährung und Gewichtsreduktion gegensteuern.

Letzte Station der diabetestour im Jahr 2009: 29.11.09 Hannover


Am 29. November war das Hannover Congress Centrum die letzte Station der diabetestour 2009

Hannover Congress CentrumDie diabetestour in Hannover bot Fachvorträge, Workshops und praktische Vorführungen zum Mitmachen rund um das Thema Diabetes. Experten erläuterten den aktuellen Stand der Forschung und sprachen über neue Behandlungsmethoden sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes.

Neben den Fachvorträgen gab es auch Aktionen zum Mitmachen rund um die Themen Ernährung und Bewegung. In Fragestunden standen Experten zur individuellen Beratung zur Verfügung.

In einer großen Ausstellung präsentierten Hersteller ihre neuesten Diabetes-Produkte und an verschiedenen Ständen konnten kostenlose Vorsorgeuntersuchungen vorgenommen werden.

Von den Stader Insulinern nahmen Dorothea Albrecht, Gerda von Rönn, Johann Stülten und Gerhard Braun teil. Die Kontakte zu unserem Kooperationspartner, der DDB - SHG Westharz , konnten vertieft werden.

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10.11.2008 Ein Leben mit Blutzuckerkontrolle und Insulin-Pumpe


Dorothea AlbrechtDritter Diabetiker-Tag in Stade: Selbsthilfegruppen und Fachfirmen informierten wieder über alle Themen rund um Diabetes

Stade (sal). Seit 48 Jahren ist Dorothea Albrecht insulinpflichtige Diabetikerin. Bis zu achtmal am Tag misst sie ihren Blutzucker, rechnet beim Essen mit Broteinheiten und spritzt Insulin. Beim dritten Diabetiker-Tag in Stade informierte die 60-Jährige am Sonntag Besucher über die Selbsthilfegruppe „Insuliner“. In Fachvorträgen und an 21 Ständen informierten sich rund 500 Besucher über Themen wie Medikamente und Messgeräte.

Für Kirsten und Maik Binder aus Steinkirchen ist „alles ganz neu“. Erst seit sechs Wochen interessieren sie sich für die Krankheit, seitdem sie wissen, dass ihre 27 Monate alte Tochter Emma Diabetikerin ist. Zum Diabetiker-Tag in den Räumen des Vincent-Lübeck-Gymnasiums sind sie gekommen, um sich über die Krankheit zu informieren und betroffene Familien kennenzulernen. „Wir können die Unterstützung und Erfahrung der anderen gut gebrauchen“, sagt der Vater. Das Leben hat sich für sie seit der Diagnose geändert. „Für uns ist es anstrengender“, sagt die Mutter. „Die Sorgen, die wir uns machen, kriegt Emma nicht mit.“ Positiv sei nur eins: „Sie wird damit aufwachsen, sie wird nichts anderes kennen.“
„Ich bin daran gewöhnt, ich kenne es nicht anders, es gehört zu meinem Leben dazu“, sagt auch Dorothea Albrecht über die Einschränkungen und Entbehrungen, die das Leben mit Diabetes mit sich gebracht hat. Als sie zwölf Jahre alt war, hörte bei ihr die Bauchspeicheldrüse auf, das Hormon Insulin zu produzieren. Brause, Kuchen und Eis durfte der Teenager fortan nicht mehr essen. Keiner durfte es wissen, denn sie genierte sich, wollte nicht anders sein als die anderen.

Insulin-Pumpe, Traubenzucker und Bananen:
Über ihre Krankheit informierte Diabetikerin Dorothea Albrecht. Foto: Lohmann


Heute sei es leichter, ein normales Leben zu führen, sagt sie. Ihre Blutwerte kontrollieren und spritzen kann sie selber. Nur wenn sie nachlässig ist, zuviel Sport treibt, sich aufregt oder vergisst zu essen, spürt sie die Folgen der Unterzuckerung. Sich heute zu disziplinieren sei schwieriger, sagt sie allerdings auch. Besonders für Kinder sei es nicht einfach, den Versuchungen zu wiederstehen. Folgekrankheiten wie Nervenerkrankungen seien möglich, sagt sie. So ist sie dankbar, dass sie noch etwas fühlt, wenn sie barfuß über Waschbetonplatten auf ihrer Veranda geht.
Über das „Diabetische Fußsyndrom“ sprach der Hamburger Arzt und Diabetiker Dr. Oliver Schubert in seinem Vortrag im Foyer. Kranken die Angst davor zu nehmen, darum ging es ihm – zu erklären, wer gefährdet ist und wie man sich schützen kann. Über mögliche Probleme als Fahrer im Straßenverkehr informierte Dietmar Simomeit, Landesvorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes. Viele Themen wurden bei den Vorträgen und an den Ständen angesprochen. Selbsthilfegruppen aus der Region, Landesverbände und Fachfirmen informierten über sich, Folgekrankheiten, Schuheinlagen und für Diabetiker kostenlose Sportangebote.
Das Leben sei für Diabetiker nicht unproblematisch, sagte Thomas Immig, Vorsitzender der „Elterninitiative Kinder und Jugendliche mit Diabetes“, der zusammen mit Karin Schembacher den alle vier Jahre stattfindenden Diabetikertag organisiert hatte. Doch werde es einfacher, wenn sie die Probleme als „verkleidete Möglichkeiten“ sähen.

21.10.2008 Danke Hertie-Stiftung und AOK


Gruppenbild - Therapie WocheIm Oktober 2008 unternahmen wir zusammen mit der Regionalgruppe Stade der Deutschen Parkinson-Vereinigung eine Therapie-Reise nach Bad Dürrheim. Marietta Jörgen, Leiterin der Parkinson Regionalgruppe, berichtet darüber:

Angefangen hat alles mit einem Hinweis, dass die Hertie Stiftung Projekte fördern würde, die in einer kooperativen Zusammenarbeit mit einer anderen Selbsthilfegruppe durchgeführt werden. Der Abgabezeitraum war nicht angegeben, aber man ahnte, dass nicht mehr viel Zeit für eine Bewerbung war. Eine andere Selbsthilfegruppe war schnell gefunden, die Insuliner (insulinpflichtige Diabetiker) und gemeinsam überlegten wir, was wir für ein Projekt einreichen sollten. Ich war gerade einige Wochen von der Eröffnung des neuen Parkinson Büros in Bad Dürrheim zurück und immer noch beeindruckt von dem Engagement des dortigen Regionalleiters Dieter Nitz und der Bädergesellschaft in Bad Dürrheim. Spontan kam mir die Idee, dort einige Tage mit Betroffenen und Angehörigen zu verbringen. Also dachte ich, warum nicht eine Therapie-Woche in Bad Dürrheim? Schnell eine Kostenaufstellung und dann reichten wir dieses Projekt bei der Hertie Stiftung ein.


                         Vor dem Hotel Solegarten in Bad Dürrheim


Ich bin ehrlich, ich hatte mir durchaus Chancen ausgerechnet, aber als wir dann Bescheid bekamen, dass die Hertie Stiftung uns mit 3.000,-- € unterstützt, konnte ich es erst nicht glauben. Die AOK setzte ebenfalls noch einmal 3.000,-- € plus 1.000,-- € für die Diabetiker darauf und so konnten wir mit einer Summe von 7.000,-- € in die Planung gehen. Am Ende haben wir uns gemeinsam für ein Programm entschieden, das besonders darauf ausgerichtet war, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, denn sämtliche Therapien wurden als Gruppentherapie angeboten und wie sich später herausstellte, hat gerade das zum Erfolg beigetragen. Aber nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Angehörigen und Insuliner sollten dort aktiv sein. Für die Angehörigen wurde besonderer Wert auf Entspannungstechniken, sowie Rückengymnastik gelegt. Die Insuliner bekamen ebenfalls ein für sie zugeschnittenes Programm.

Wir sind dann am 28.09.08 mit der Bahn nach Bad Dürrheim gefahren. Eine Busfahrt wurde als zu anstrengend gesehen und in der Bahn konnten wir uns bewegen. Alle haben die Fahrt gut überstanden und kamen wohlbehalten in Bad Dürrheim an. Im Hotel wurden wir freundlich begrüßt und die Zimmerverteilung ging rech zügig, so dass wir auch danach endlich unsere erste gemeinsame Mahlzeit einnehmen konnten.

Am nächsten Tag wurden wir dann auch noch durch Herrn Lang von der Bädergesellschaft begrüßt und über den Ablauf der Woche aufgeklärt. Schnell fand man sich zurecht und ebenso schnell war man bereit, zu helfen, wenn es Probleme gab. Auch für die Insuliner war es eine ganz neue Erfahrung und sie werden künftig, sicher wenn von Parkinson gesprochen wird, über ihre positiven Erfahrungen mit uns berichten. Gerade diese Begegnungen sind so wichtig, um der Öffentlichkeit zu zeigen, wir haben Parkinson und nicht wir sind Parkinson, Menschen mit einer neurologischen Erkrankung nicht mit einer geistigen Behinderung! Ich hoffe, dass dieses Projekt auch mit dazu beträgt, dass dieses so gesehen wird.

Am 4.10.2008 fuhren wir dann wieder nach Hause. Teilweise erschöpft aber glücklich, auch mit dabei gewesen zu sein, wurde mir von allen gesagt, dass wir so etwas noch einmal machen sollten. Sicher werde ich einen Versuch wiederholen, auch wenn wir dann nicht so viel Geld zur Verfügung haben. Wir haben viel gelernt in dieser Woche, auch was man noch verbessern kann, haben viel Spaß gehabt und was auch sehr wichtig ist, wir sind zusammengewachsen und wir haben gezeigt, dass wir keine Selbsthilfegruppe im üblichen Sinne sind, sondern eine Gemeinschaft, die einander hilft, sich unterstützt und die für einander da sind. Ja, selbstverständlich war es viel Arbeit, aber wenn am Ende der Woche jemand zu mir kommt und mir mit Tränen in den Augen sagt, dass er seit Jahren das erste Mal solch schöne Tage verleben durfte, dann war es all die Arbeit wert.


Die Stader Regionalgruppe der dPV, sowie die Insuliner Selbsthilfegruppe Stade, bedanken sich bei der Hertie Stiftung und der AOK für die großzügige Unterstützung unseres Projektes. Wir würden uns freuen, wenn dieses Nachahmer finden würde.












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